Aktuelles

Unser neuer Weihnachtsflyer informiert Sie über alle Termine zu Ausstellungen, Weihnachtsmärkten, Bergparaden und vielem mehr.

Gelder zur Förderung des ländlichen Raums stehen im nunmehr 11. Aufruf- Intervall der aktuellen Förderperiode bereit.

Erneut Ideen für den ländlichen Raum gesucht! Der Wettbewerb richtet sich an alle  die mit guten Ideen im ländlichen Raum aktiv werden wollen.

 

Glück Auf! - Wir sind Welterbe!

Bergbau erleben inmitten der Erlebnisheimat Erzgebirge

Ehrenfriedersdorf schreibt Geschichte

Eingebettet in die hüglige Landschaft mit seinen dichten Wäldern, liegt eines der ältesten mittelalterlichen Zinnerz-Bergbaugebiete Deutschlands. In der Region um Ehrenfriedersdorf begannen bereits Anfang des 13. Jahrhunderts Bergarbeiter mit dem Abbau von Zinnerzen. Das benötigte Wasser für Pochwerke und Wäschen wurde über einen 5,5 km langen Kunstgraben zugleitet. Der so genannte Röhrgraben, vermutlich im 14. Jahrhundert angelegt, war mit seiner Steigung eine für damalige Verhältnisse technische Meisterleistung. Er ist der älteste sich noch in Betrieb befindliche Kunstgraben Deutschlands. Bis 1990 wurde er in der Zinnaufbereitung genutzt. Die Mitte des 16. Jahrhundert eingesetzte Radpumpe, auch als Ehrenfriedersdorfer Kunstgezeug bekannt, war patentiert und über 300 Jahre lang die weltweit beste Wasserpumptechnik.

idyllischer Röhrgraben im Greifensteinwald

Ist es Tag oder Nacht?

„Unter Tage“ arbeiten, das bedeutet, es ist immer dunkel, es gibt keinen Tag. Die schwere Arbeit unter widrigen Bedingungen führte zu Erkrankungen und einer geringen Lebenserwartung. Es gab ein ständiges Auf und Ab mit Stilllegung und Wideraufnahme des Abbaus. Den harten Bergmannsalltag können Sie bei dem Besuch in unseren Besucherbergwerken nachempfinden.

Über Stock und Stein

Die schier unendlich begleitenden Zeugnisse des Bergbaus machen jede Wanderung zu etwas Besonderem. Bei einer Wanderung auf den Bergbaupfaden entdecken Stollen, Raithalden und andere Relikte. Es lohnt sich eine Taschenlampe mitzunehmen.

Verlassene Stollen und Bergwerke kehren zurück zur Natur, Pflanzen und Tiere finden Lebensraum. So nutzt der Uhu zur Brutzeit regelmäßig das Gelände der Binge in Geyer. Die vom Zinnseifenbergbau zurückgelassenen Raithalden (unhaltiges Gestein) lagern seit dem 13./ 14. Jahrhundert im Greifenbachtal. Ein idyllischer Wanderweg folgt dem unter Denkmalschutz stehenden Röhrgraben vom Greifenbachstauweiher bis auf den Sauberg Ehrenfriedersdorf.

Entstanden im Erzgebirge

Die traditionellen Bergparaden, die bis ins Mittelalter zurückreichen, haben ihren Ursprung in den gemeinsamen Kirchgängen der Berg- und Hüttenleute. Bei besonderen Anlässen trat man gemeinsam auf, um hochrangige Persönlichkeiten zu ehren oder auch auf Missstände des Gewerkes aufmerksam zu machen. Sachsens Bergaufzüge und Bergparaden wurden 2016 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Die letzte eingefahrene Schicht im Bergwerk vor Weihnachten war die Mettenschicht (in Bezug auf Christmette). Eingeleitet vom Steiger wurde die Arbeit vorzeitig beendet und mit einer Andacht im Huthaus begangen. Mit Bergmannsliedern dankte man für den Bergsegen. Es gab ein einfaches Essen, was zumeist aus Bratwurst, Kartoffelbrei und Sauerkraut bestand.

  • 30.11.2019 Abendlicher Bergaufzug in Zwönitz
  • 01.12.2019 Bergparade Thum
  • 20.12.2019 Mettenschicht am Huthaus des Paukner-Stollen Zwönitz
  • 22.12.2019 Kleiner Bergaufzug in Geyer
  • 26.12.2019 Mettenschicht auf Sauberg Ehrenfriedersdorf

 

 

Bergparade in Thum

Bergbau-Flyer zum Download

Unter folgendem Link können Sie unseren neuen Bergbauflyer mit allen Angeboten in der Greifensteinregion herunterladen: