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Landrat Frank Vogel übergibt einen Zuwendungsbescheid für den Erweiterungsbau einer Einfeld -Sporthalle in Thum

Am 30.08.2018 fand im Rahmen des 10jährigen Vereinsjubiläums die 1. Regionalkonferenz mit Übergabe des Fördermittelbescheides zum Tourismusprojekt statt.

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Exkursion und Regionalkonferenz anlässlich des 10jährigen Vereinsjubiläums

Busexkursion durch die Zwönitztal-Greifensteinregion

Anlässlich des 10jährigen Vereinsjubiläums hatte das Regionalmanagement zu einer Busexkursion eingeladen. Interessierte Akteure der ländlichen Entwicklung, also die Vereinsmitglieder selbst, konnten sich am 30.08.2018 selbst davon überzeugen, welche Früchte die Förderprogramme ILE und LEADER in den vergangenen 10 Jahren gebracht haben. Der über den Sommer lang ersehnte Regen begleitete die Delegation durch die Region, jedoch trübte das keinesfalls die Eindrücke in den besuchten Objekten.

Gleich zum Start der Tour führte der Weg nach Jahnsbach, wo vor 7 Jahren eine leerstehende Industrieimmobilie der Strumpfindustrie in eine moderne Tagespflegeeinrichtung und zu seniorengerechten Wohnungen umgebaut werden konnte. Schwester Kerstin Emmrich zeigte uns das Haus und alle waren erstaunt, was sich im Inneren des alten Gebäudes alles befindet. Auch die ansprechenden Außenanlagen, die Bewohner und Gäste nutzen können, fanden viele lobende Worte.

Weiter ging es nach Auerbach. Die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde hatte bereits Mitte der letzten Förderperiode die Fassade der Kirche sanieren können und hat letztes Jahr die grundhafte Umgestaltung des denkmalgeschützten Kantorats abgeschlossen. Kirchenvorstandsmitglied Udo Ruttloff erläuterte, wie die Sanierung umgesetzt wurde. Jetzt können im Erdgeschoss des Gebäudes verschiedene Gemeindegruppen die modernen Räumlichkeiten für ihre Zusammenkünfte nutzen.

 

Der Kleinbus brachte die Teilnehmer als nächstes nach Burkhardtsdorf. Dort warteten bereits die Mitglieder der Bulldogfreunde und der Borgschdorfer Klatschguschn, um den Ankömmlingen Details über ihr realisiertes Projekt zu erzählen. Als eines der letzten Förderprojekte der ILE-Förderperiode wurde in der ehemaligen Feuerwache die Erlebnisstätte Dampfmaschine errichtet und neue Vereinsräume für die Probenarbeit der Laienspielgruppe geschaffen.

 

Angekommen in Scharfenstein erklärte Bürgermeister Haustein, welche umfangreichen Sanierungen im ehemaligen Bahnhofsgebäude Dank der ILE-Förderung vorgenommen wurden. Jetzt beherbergt das vollständig sanierte Gebäude neben einer öffentlichen Toilette auch Vereinsräume, eine Ausstellung zu historischen Kühlschränken und den Bürgerladen mit einem kleinen Bistro.

 

Weiter ging es in Scharfenstein zu Fuß auf den Burgberg. Im ehemaligen Rittergut hat sich Familie Semmler mit Hilfe der ILE-Förderung vor 8 Jahren ein „Haus im Haus“ geschaffen. Das denkmalgeschützte Objekt wurde so erhalten und umgebaut, dass sich nun in den alten Gemäuern ein neues energieeffizientes Haus befindet, was modernste Wohnstandards bietet. Frau Türke vom Planungsbüro Schilling beantwortete die Fragen der Exkursionsteilnehmer, so dass sich alle ein Bild von diesem nicht ganz alltäglichen Förderprojekt machen konnten.

 

Als letzte Station wurde das Besucherbergwerk in Ehrenfriedersdorf angesteuert. Herr Konz von der Stadtverwaltung Ehrenfriedersdorf und Herr Kreibich als Chef der Einrichtung konnten den Besuchern den modernen Eingangsbereich des Besucherbergwerkes zeigen. Anlässlich des 5. Sächsischen Bergmanns-, Hütten- und Knappentages wurde dieser im September 2017 fertiggestellt und erhält seit dem viel Lob von den Besuchern.

 

Nach dieser Rundtour durch unsere Region kehrten die Exkursionsteilnehmer zurück nach Hormersdorf, wo der Beginn der 1. Öffentlichen Regionalkonferenz nicht lange auf sich warten ließ.

An dieser Stelle bedanken wir uns nochmals bei allen Beteiligten der Tagespflege Herzig, der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Auerbach, der Bulldogfreunde Burkhardtsdorf, der Borgschdorfer Klatschguschn, des Bürgerladens Scharfenstein, des Architekturbüros Schilling und des Besucherbergwerkes Zinngrube Ehrenfriedersdorf, die uns die Besichtigungen erst ermöglicht haben. Ohne die erläuternden Worte wäre die Exkursion nicht halb so interessant gewesen!

1. Regionalkonferenz der Zwönitztal-Greifensteinregion mit positiver Resonanz

Am 30.08.2018 gab es gleich 2 gute Gründe, weshalb die LEADER-Region zur 1. öffentlichen Regionalkonferenz eingeladen hat:

  1. im Jahr 2008, also vor genau 10 Jahren, hat sich der Verein gegründet, um unsere Region weiter voranzubringen und sich weiterzuentwickeln; 
  1. in der aktuellen Förderperiode ist die 1. Halbzeit geschafft und der Verein wird genau hinschauen, was erreicht wurde, was noch verbesserungswürdig ist und wo wir umsteuern müssen.

Zunächst eröffnete unser Vereinsvorsitzender Wolfgang Triebert gemeinsam mit Regionalmanagerin Elena Weber die Veranstaltung und begrüßte die ca. 50 interessierten Gäste. 

 

Der Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel übergab dem Verein nach einem Grußwort den Fördermittelbescheid in Höhe von 456.000 Euro für das gemeinsame Projekt zur Vernetzung und Qualifizierung der Tourismusarbeit in der LEADER-Region Zwönitztal-Greifensteine.

Die bewilligten Mittel aus dem LEADER-Programm bringen ein Vorhaben auf den Weg, auf welches die Region bereits lange hinarbeitet – die touristische Vernetzung der Region zwischen Amtsberg und Zwönitz und die Qualifizierung der touristischen Produktentwicklung. Damit kann bereits ab Oktober 2018 die Umsetzung dessen starten, was von der Tourismuskoordinatorin Frau Bergelt seit letzten Sommer als Konzept entwickelt wurde. Der Verein zur Entwicklung der Zwönitztal-Greifensteinregion wird u.a. nach einer Umbaupause ab 2019 die Tourist-Information an den Greifensteinen als gemeinsamen Anlaufpunkt für alle 11 mitwirkenden Kommunen betreiben. Erklärtes Ziel der Region ist die Zertifizierung dieser Einrichtung mit der I-Marke des Deutschen Tourismusverbandes. Bis dahin ist jedoch noch Aufbauarbeit in der Region notwendig. Mit zusätzlichem Personal wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Tourismusverband Erzgebirge touristische Produkte entwickeln, also gebündelte und zielgerichtete Angebote für Gäste, die unsere Region besuchen. In der Region gibt es ein vielfältiges touristisches Angebotsspektrum. Auf dieses und die bestehende Infrastruktur wird zurückgegriffen, diese wird vernetzt und themenspezifisch für bestimmte Zielgruppen zusammengestellt. Mit der Aufbereitung dieser Angebote und Weitergabe an die Vermarktungsstelle der Destination Erzgebirge soll die touristische Wahrnehmung der Region rund um die Greifensteine gestärkt werden. Für die Startphase stehen dem Projekt nun finanzielle Mittel für die Aufbauarbeit der nächsten 3 Jahre zur Verfügung.

Zu den beteiligten Kommunen der LEADER-Region gehören die Städte Ehrenfriedersdorf, Geyer, Thum, Thalheim und Zwönitz sowie die Gemeinden Amtsberg, Auerbach, Burkhardtsdorf, Drebach, Gelenau und Gornsdorf.

 

Zusammen mit den 4 Projektträgern aus der Region, die mit Hilfe der Fördermittel aus dem ILE- bzw. LEADER-Programm in den letzten 10 Jahren beispielhafte Projekte auf die Beine gestellt haben, zeigte Regionalmanagerin Elena Weber auf, welche vielfältigen Projektideen bisher in der Region zur Umsetzung gekommen sind.

So stellte Herr Kandler, Leiter des Zeiss Planetariums und Volkssternwarte Drebach gleich 2 abgeschlossene Projekte seiner Einrichtung vor. Mit Hilfe der ILE-Förderung konnte im Mai 2009 ein neues Teleskop für die Sternwarte in Betrieb genommen werden. Im Oktober 2017 war mittels LEADER-Förderung die Anschaffung des neuen Kinderprogramms „Ein Sternbild für Flappi“ ermöglicht worden. Das Programm läuft seitdem sehr erfolgreich im einzigen Planetarium im ländlichen Raum und ist derzeit das Programm mit der besten Nachfrage.

Auch Herr Langer vom Christlichen Erlebnisgarten Brünlos überzeugte die Anwesenden davon, dass mit entsprechendem Vertrauen und finanzieller Unterstützung durch die Förderung für den ländlichen Raum ein besonderes Projekt auf dem Areal in Brünlos entstehen konnte, was seinesgleichen in der hiesigen Erzgebirgslandschaft sucht. Im Bibelgarten können Schulklassen, Gemeindegruppen und alle Interessierten anschaulich erleben, was das Buch der Bücher beschreibt. Im Jahr 2017 wurde der Christliche Erlebnisgarten durch zwei Besucherattraktionen bereichert. Es konnte eine Geburtsgrotte nach Originalvorbild und ein Felsengrab vom Beginn unserer Zeitrechnung errichtet werden. Mit diesen Schauobjekten werden die geschichtlichen und biblischen Zusammenhänge noch besser veranschaulicht.

 

Jedoch nicht nur Projektträger der touristischen Infrastruktur stellten ihre Projekte vor. Vorhaben der Daseinsvorsorge bilden einen großen Anteil am Fördergeschehen der letzten 10 Jahre. Frau Hübl und Bürgermeister Krause stellten gemeinsam das Projekt im und am Generationenhaus Lebensbaum im Amtsberger Ortsteil Schlößchen vor. Dort entstand vor nahezu 10 Jahren im verfallenen Rittergutgebäude ein Ort, an welchem alle Generationen eingebunden sind. Neben einem Kindergarten mit ca. 35 Plätzen bietet das Haus Platz für Begegnungen bei Zeichenkursen, Yoga, Modellbau, Skat und Seniorengeburtstagsfeiern. Vor dem Schlößchen wurde 2017 ein neu gestalteter Dorfplatz eingeweiht, der von der Kletterspinne für die Jüngsten bis zu Sitzgelegenheiten für die Älteren einiges zu bieten hat.

 

Die Bildungslandschaft mit Kindertageseinrichtungen und Schulen ist für die Attraktivität der Region immens wichtig. Deshalb wurde in diesem Förderbereich der ländlichen Entwicklung ein weiteres Projekt durch einen kommunalen Träger vorgestellt. Frau Rutsche von der Stadtverwaltung Geyer zeigte den Anwesenden, welche Sanierungsarbeiten Dank der Förderung in der denkmalgeschützten Grundschule Geyer realisiert werden konnten. Neben der Umsetzung von Brandschutz- und Sicherheitsauflagen vor ca. 5 Jahren wurden vor kurzem 99 weitere Fenster und 10 Klassenraumtüren erneuert

 

Nach dem Blick zurück auf die umgesetzten Projekte ging es anschließend um die Zukunft der ländlichen Förderung. Herr Grieß vom Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft gewährte einen Ausblick auf die verbleibenden Jahre der aktuellen Förderperiode. Nach einem Resümee über Bewährtes im sächsischen LEADER-Ansatz ging er auf die anstehenden Herausforderungen in den nächsten Jahren ein. Es gilt, viele Bürger zu beteiligen und die Motivation zum Mitmachen in der Region aufrecht zu erhalten. Die bewährte Vereinsstruktur in der Zwönitztal-Greifensteinregion wird dabei das Grundgerüst für die Arbeit der weiteren Jahre bilden und ein verlässlicher Partner in der ländlichen Entwicklung der Region sein.

 

Regionalmanagerin Frau Weber nahm diesen Aspekt auf und appellierte an die Anwesenden, dass nur durch eine rege Mitarbeit am Prozess die für die Region bestmöglichen Ergebnisse über das Förderprogramm erreicht werden können. Sei es durch eine direkte Vereinsmitgliedschaft oder durch die Beteiligung an der Fragebogenaktion zum Halbzeitbericht, es gibt viele Möglichkeiten zur aktiven Einbringung, denn nur durch gemeinsames Wirken kann sich eine lebens- und liebenswerte Region rund um die Greifensteine oder im Zwönitztal entwickeln.

Nach der Veranstaltung bestand für alle die Möglichkeit, sich über das Vorgestellte auszutauschen, was rege genutzt wurde. Anlässlich des Vereinsjubiläums kamen die Vereinsmitglieder nochmals am Abend im Saal des Dorfgemeinschaftshauses zusammen, um sich in gemütlicher Runde über die Vereinsarbeit auszutauschen.